Aceto Balsamico – der Genussgipfel

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Der Balsamicoessig – süßlich-sauer mit tiefbrauner Farbe erklimmt er den Gipfel des Genusses. Dabei lässt er sich in drei Güteklassen einteilen:

Aceto Balsamico

Er ist Massenware und muss nicht zwingend aus Italien stammen, sondern kann auch in Japan oder Deutschland produziert worden sein.

Aceto Balsamico di Modena

Für seine Produktion dürfen nur Trauben aus der italienischen Region Modena und Emilia verwendet werden. Die wichtigsten Zutaten sind Traubenmost oder Traubenmostkonzentrat und Weinessig. Die Trauben werden eingekocht und lagern 60 Tage im Holzfass.

Der Aceto Balsamico di Modena wird in den österreichischen Haushalten am meisten verwendet.

Aceto Balsamico Tradizionale di Modena – willkommen am Genuss-Gipfel!

Der Aceto Balsamico Tradizionale di Modena stammt ebenfalls aus den beiden Regionen Modena und Emilia. Diese relativ teure Güteklasse wird im traditionellen Verfahren hergestellt und bildet im Zuge ihrer jahrzehntelangen Reifung einen besonders facettenreichen Geschmack aus. Für die Königsklasse des Balsamicoessigs werden ausschließlich spät gelesene Trauben der Sorten „Trebbiano“ oder „Lambrusco“ aus den beiden genannten Regionen verwendet. Nach dem Pressen werden sie sofort eingekocht – selbstverständlich ohne künstliche Zusatzstoffe. Dann wird der Essig in Holzfässern aus Eiche, Kastanie, Kirsche oder Maulbeere eingelagert. Sollten Sie „extravecchio“ auf der Flasche Ihres Balsamicoessigs lesen können, ist das ein Zeichen, dass dieser Essig tatsächlich mindestens 25 Jahre gereift ist.

Balsamico Bianco

Der weiße Aceto Balsamico wird ausschließlich industriell hergestellt.

Tipps zur Verwendung:
Besonders gut eignet sich Balsamicoessig zum Verfeinern von Salaten, Wild, Fisch und Gemüse. Er sollte kühl und dunkel gelagert werden, denn durch zu viel Licht werden die Essigsäurebakterien wieder aktiv und der Balsamessig wird trüb. Sollte das passieren, kann er durch ein Küchentuch gegossen werden und wird so wieder klar.

Was Konsumenten beachten sollten

Wenn auf Balsamicoflaschen eine Reifezeit von 100 Jahren o. ä. steht, sollte man skeptisch sein. Da das Alter laut Verordnung nicht angegeben werden darf, ist es wahrscheinlich, dass diese Angaben nicht der Wahrheit entsprechen.

Wer auf Aceto Balsamico die Modena zurückgreift, sollte darauf achten, dass an erster Stelle der Zutatenliste „Traubenmost“ oder „Traubenmostkonzentrat“ steht und erst an zweiter Stelle Weißweinessig. Das blau-gelbe D.O.P.-Siegel der EU weist darauf hin, dass der Essig tatsächlich aus Italien stammt.

Was darf Balsamicoessig eigentlich kosten? Ein Aceto Balsamico Tradizionale di Modena kostet im Feinkostgeschäft mitunter 100 Euro oder mehr.

Aber keine Angst – Genießer müssen natürlich nicht auf Qualität verzichten. Aceto Balsamico di Modena erhält man schon ab fünf bis zehn Euro. Beim Kauf sollte man auf eine sirupartige Konsistenz und eine tiefbraune, fast schwarze Farbe achten.


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