Leinöl – Flüssiges Gold (inkl. Rezept-Tipp „Leinölerdäpfel“)

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Leinöl – nicht zu verwechseln mit Leindotteröl, ist ein vielseitiger und gesunder Begleiter in der Küche. Das pflanzliche Öl ist nicht nur ein hervorragender Lieferant von wertvollen Fettsäuren, sondern auch angenehm mild auf der Zunge.

Es besticht mit seinem zart-herben Geschmack und einer leicht nussigen Note sowie mit seiner charakteristischen goldenen Farbe.

Steckbrief

Aus der Flachspflanze hergestellt, ist das native Pflanzenöl eines der wichtigsten Öle mit essentiellen Omega-3-Fettsäuren sowie Alpha-Linolsäure. Diese Fettsäuren wirken sich positiv auf Blutfettwerte aus und können sogar bei der Krebsprävention eine wichtige Rolle spielen.

Info: „Nativ“ bedeutet in diesem Zusammenhang „höchste Güteklasse im Sinne von naturbelassener und besonders guter Qualität“.

Zudem wird dem Öl auch eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Viele schwören auf einen täglichen Esslöffel auf nüchternen Magen, um diesen sowie den Darm und die Verdauung zu unterstützen.

In Österreich wird das Öl in guten Bio-Betrieben nur in Kleinmengen und im Wochenrhythmus gepresst, damit es zu keinen langen Lagerzeiten kommt, in denen das Leinöl womöglich bitter werden könnte. Der Pressvorgang ist dabei besonders schonend und langsam, um die vielen wertvollen Vitamine und Fettbegleitstoffe zu erhalten. Bei lediglich maximal 40° wird das Öl vorsichtig kaltgepresst, filtriert und anschließend in sauerstofffreie Flaschen gefüllt. Danach muss es stets an dunklen und kühlen Orten aufbewahrt werden.

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Tipps zur Lagerung

  • Leinöl verträgt Hitze aufgrund seiner Herstellung nur in Maßen und sollte daher licht-, wärme- und sauerstoffgeschützt aufbewahrt werden, da es sonst schnell ranzig werden kann.
  • Am besten ist das Öl in kleinen Flaschen im Kühlschrank aufgehoben – dort     ist es bis zu zehn Wochen haltbar.
  • Der Geschmack wird nur durch falsche Lagerung bitter.

Küchenauftritt

Das Leinöl ist ein kalter Akteur in unserer Küche, denn nachdem es kaltgepresst wurde, darf es auch nicht erhitzt werden. Diese Eigenschaft mindert aber keineswegs die Vielseitigkeit des Öls, denn durch seinen feinen Geschmack passt es hervorragend zu unterschiedlichsten Gerichten der österreichischen Küche.

Besonders beliebt ist es aufgrund seiner verfeinernden, nussigen Note bei Aufstrichen oder Salaten.

Tipp: Mutige Köche können auch bei Süßspeisen experimentieren. Einfach Leinöl auf den herkömmlichen Zwetschkenknödel tröpfeln oder gar aufs Vanilleeis geben – diese neue Geschmacksvariation wird überraschen!

Wer es aber dennoch gerne auf warmen Speisen möchte, kann es auch mit gebratenem Gemüse oder Kartoffeln kombinieren.

Rezept-Tipp – Leinölerdäpfel aus Österreich

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Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich dieses Rezept, egal ob als Beilage oder Hauptspeise, nicht entgehen lassen.

Du brauchst (je nach Portion oder Personen):

  • 8 halbmehlige (oder festkochende) Erdäpfel
  • 1/8 l Leinöl
  • 1 Esslöffel Leinsamen
  • ½ l Milch
  • Kräutersalz und Pfeffer
  • Schnittlauch und Petersilie
  • auf Wunsch auch Sauerrahm

Zunächst die Erdäpfel mit der Schale kochen, anschließend schälen und in dünne Scheiben schneiden. Ist die Konsistenz zu weich, kannst du sich nach Belieben auch mit einer Kartoffelpresse verarbeiten.

Danach die Milch hinzugeben und sämig verrühren, mit etwas Sauerrahm verfeinern und mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Vollenden dann unseren Hauptakteur – das Leinöl – hinzufügen und mit den Leinsamen und Kräutern hübsch garnieren.

Egal ob mit Brot, Salat, als Beilage oder Hauptspeise – wir versprechen eine gesunde Gaumenfreude mit viel Omega-3 und herrlichem Geschmack.


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