Die Muskatnuss

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Geschmack, Anwendung und Wirkung

Ein kräftiger, warmer Duft – vermischt mit einer süßen Würze! Die Muskatnuss ist bekannt für ihre exotische Note und bei Profiköchen und ihren exquisiten Rezepten besonders begehrt. Dabei ist ihre Verwendung sowohl in der Küche als auch in der natürlichen Heilkunde besonders einfach.


Direkt von den „Gewürzinseln“

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Die Heimat der Muskatnuss wird nicht umsonst „Gewürzinseln“ genannt. Inmitten der vielen indonesischen Inseln liegen auch die Banda-Inseln, wo die goldene Nuss auf einem immergrünen Baum hoch oben auf zwanzig Metern wächst.

Wusstest du, dass neben Indonesien Grenada das zweitgrößte Exportland der Muskatnuss ist? Der Inselstaat in der Karibik ist so stolz auf ihren Anbau, dass sie die Beere sogar in ihrer Nationalflagge verewigt haben.

Schon im Mittelalter galt dieses Gewürz als heiß begehrt und kam über arabische Händler bis nach Europa, wo die Muskatnuss zunächst als unbezahlbar galt. In dieser Zeit bekam sie auch ihren fälschlichen Namen, der sich bis heute als standhaft erweist. Botanisch gesehen ist die Muskatnuss eigentlich eine Beere und wir essen ihren Kern, genauer gesagt ihren Samen. Auch die verkaufte Muskatblüte ist eigentlich keine Blüte, sondern der Fruchtmantel.


Eine Nuss – viele Produkte

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Um bei den vielen Verwendungen nicht durcheinander zu kommen, gibt es hier einen kurzen Überblick:

  • Muskatnuss: Der ganze Samen, welcher frisch gerieben wird.
  • Muskatblüte: Der Samenmantel, welcher ebenfalls zum Würzen verwendet wird, aber milder ist.
  • Muskatnussöl: Ein ätherisches Öl, welches in Kosmetik und Pharmaindustrie verwendet wird.
  • Muskatbutter: Ist ein Nebenprodukt bei der Herstellung des Öls und kann zum Kochen oder für die Herstellung von Kerzen und in Duftlampen etc. verwendet werden.

Ein Gedicht für deine Geschmacksnerven

Wer seinen Gerichten den ultimativen Kick verleihen möchte sollte unbedingt auf den süßen und pfefferartigen Geschmack der kleinen Wundernuss zählen. Besonders Haubenköche schwören auf ihr Aroma – warum solltest dann nicht auch du auf ihren besonderen Würze zurückgreifen?

Zumal die Anwendung sich als sehr simpel erweist:

Verwende zum Reiben der Nuss am besten eine Muskatreibe, um gröbere Stückchen zu vermeiden. Gelangen diese nämlich in dein Essen, können sie beim Draufbeißen einen bitteren, unangenehmen Geschmack erzeugen. Ebenso ist die Dosierung eine Gratwanderung – eine Prise verleiht deinem Essen den nötigen Kick, erwischst du zu viel, kann das Gegenteil passieren.

Sorgen um das Aroma musst du dir übrigens bei bereits verwendeten Nüssen nicht machen, denn dieses bleibt erhalten. Duft und Geschmack bildet sich bei jeder Verwendung nach dem Reiben neu.

Tipp vom Profi: Zusammen unter Verwendung von Lorbeer, Rosmarin, Gewürznelken und Zimt entfaltet sich der Geschmack der Muskatnuss besonders intensiv.

Besonders Kohlsorten (beispielsweise Rosenkohl) oder Spargelgerichte freuen sich über eine Prise Muskatnuss. Ebenso lassen sich helle Saucen oder cremige Suppen damit perfekt abschmecken. Zwei Klassiker sind natürlich Kartoffelpüree und Béchamel-Sauce, worin die feine Nuss nicht fehlen darf.

Prinzipiell kann man sich auch an die Faustregel halten, dass sich die Muskatnuss in Rezepten am besten mit hellen Gemüsesorten (Karfiol oder Spargel) sowie Eiern und Kartoffeln kombinieren lässt. Wer es süßer mag, darf auch bei Nachspeisen etwas mutiger sein und zur goldenen Nuss greifen, denn sie harmoniert auch wunderbar mit Keksen, Kuchen oder Lebkuchen.


Muskatnuss und ihre Wirkung

In diesem kleinen Kern steckt aber mehr als exotischer Geschmack, denn sie ist eine wahre Wunderkugel.

Aufgrund des ätherischen Öls Myristicin wirkt das Gewürz antiseptisch und kann dadurch Bauchinfektionen lindern. Zudem wirkt es verdauungsfördernd, als Appetitanreger und hat entkrampfende Eigenschaften. In der Küche erweist es sich somit als besonders gesund. Aufgrund seiner vielseitigen Verwertung kann es auch einerseits schlaffördernd, andererseits anregend wirken. Wenn du unter Schlafproblemen leidest, kann eine Prise Muskatnuss in warmer Milch aufgekocht helfen. Durch das Erhitzen lösen sich ätherische Öle, die als natürliches Schlafmittel fungieren.

Wenn du lieber gegen Erschöpfungszustände ankämpfen möchtest, können wir dir ein paar Tropfen ätherisches Muskatöl in einer Duftlampe empfehlen. Der Geruch wirkt gegen Antriebslosigkeit und hilft zugleich beim Schöpfen neuer Lebensenergie.

Achtung!

Ab circa fünf Gramm können die Muskatnuss und ihre Blüte Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Beim Verzehr einer derart großen Menge können Halluzinationen, Schwindel oder Krämpfe eintreten. In besonders schlimmen Fällen kann die kleine Nuss sogar ein Koma auslösen.

Aber keine Sorge – bei einer derartigen Überdosis muss schon eine ganze Nuss verzehrt werden, was bei herkömmlichen Rezepten nicht passieren kann.

Hast du das würzige Gold aus Indonesien schon in deiner Küche stehen oder traust du dich erst jetzt an den Geschmack der feinen Muskatnuss?


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