Gemüse im Winter

0 keine Tags Permalink 2

Diese Sorten bringen in der kalten Jahreszeit Vitamine

Orangen, Zucchini, Erdbeeren und Co finden wir zu jeder Jahreszeit in unseren Supermärkten. Sind wir aber tatsächlich auf Obst und Gemüse mit langen Transportwegen aus exotischen Ländern angewiesen, um auch im Winter an wertvolle Vitamine zu gelangen?

Nicht unbedingt, denn es gibt auch Sorten, die bei Minusgraden geerntet, gelagert und verkocht werden können.


Klassisches Kohlgemüse

000_WINTERGEMUESE_Kohlsprossen_©unsplash_sebastian-coman

Besonders Rot- und Weißkohl beziehungsweise Kraut und auch Kohlsprossen lassen sich aus der traditionellen Winterküche kaum mehr wegdenken. Bis in den Winter hinein können sie geerntet werden, bei starkem Frost lassen sie sich jedoch besser lagern. Wer das Gemüse lieber gleich verarbeitet, macht am besten Sauer- oder Rotkraut.

Auch Grünkohl punktet mit zahlreichen Vitaminen und ist nicht nur im Kochtopf, sondern auch in Smoothies besonders beliebt. Und weißt du, warum wir Kohl besonders lieben? Er gedeiht nicht nur gut bei Minusgraden, er schmeckt sogar noch süßer und milder, wenn er kalten Temperaturen ausgesetzt war.

 

Hast du gewusst, dass manches Gemüse nicht nur winterfest ist, sondern der Frost sogar für den guten Geschmack sorgt? Die Kälte wandelt bei manchen Pflanzen die Stärke zu Zucker, wodurch sich dieser und andere Aromastoffe in Blättern, Knollen und Rüben sammeln.


Köstliche Salatvariationen im Winter

000_WINTERGEMUESE_Kraut_©unsplash_isara-somboon

Besonders Endivien und Chinakohl kennen wir als zwei klassische Wintersalate. Zwar ist der Endiviensalat sehr nässeempfindlich und beginnt rasch zu faulen, mit einer doppelten Lage Vlies oder einem Folientunnel im heimischen Garten kannst du dem aber entgegenwirken.

Tipp: Endiviensalat ist beliebt aufgrund seiner charakteristischen Bitterstoffe, da diese als besonders gesund gelten. Wer ihn lieber etwas milder mag, kann die Blätter auch kurz andünsten.

Der Chinakohl verbirgt seine Herkunft kaum – der aus Asien stammende Salat freut sich zwar nicht über einen eisigen Wintereinbruch, leichter Frost macht ihm jedoch nichts aus. Sollte es zu kalt werden, kannst du ihn fermentieren und zu koreanischem Kimchi verarbeiten.

Weitere Sorten sind Baquieu-, Feldsalat oder Spinat. Diese lassen sich bereits im September säen, wachsen problemlos im Winter heran und können danach geerntet werden.

Tipp: Ernte beim Spinat nur die äußeren Blätter. So bleibt das Herz der Pflanze erhalten und du kannst dich den ganzen Winter über neue Blätter freuen.


Altbekannte Rüben

000_WINTERGEMUESE_Karotten_©unsplash_sheila-joy

Die Rote Beete ist in der kalten Jahreszeit aufgrund ihrer vielen Vitamine und Mineralstoffe wie Calcium und Phosphor in unseren Küchen besonders beliebt. Außerdem enthält sie Folsäure für die Zellteilung und ihr Farbstoff Betanin hilft Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Nach circa drei Monaten ist die Rübe erntereif und kann in Kisten mit feuchtem Sand bei ein bis drei Grad gelagert werden.

Auch Karotten können bis spät in den Winter hinein in ihrem Beet bleiben. Am besten schützt du sie mit einer dicken Mulchschicht oder Gartenvlies, falls es richtig kalt werden sollte.

Hinweis: Karotten, die schon einmal Frost abbekommen haben, schmecken ganz besonders süß.

Außerdem ist auch die der Karotte ähnelnde Pastinake aus unserer Winterküche nicht mehr wegzudenken. Sie ist frosthart und kann unkompliziert in einem Mulchbeet überwintert werden. Gleich wie die Möhre wird auch sie bei kalten Temperaturen noch süßer. Ab März kannst du sie in tief gelockertem Boden säen. Sie wachsen dann vor allem im September und sind ab Oktober erntereif.


Die richtige Lagerung

Rote Beete oder Karotten lagerst du am besten in feuchtem Sand in einem Raum zwischen null und fünf Grad Celsius. So bleiben sie über den Winter saftig und frisch. Eine Alternative für empfindliches Wurzelgemüse ist auch eine dicke Mulchschicht aus Stroh. Unter minus vier Grad musst du aber mit Frostschäden rechnen. Pastinaken hingegen überstehen den Winter auch bei bis zu minus acht Grad. Achte jedoch auf die Beschaffenheit der Bodenschicht. Ist diese hartgefroren, kommen die Wurzeln nicht mehr aus der Erde.

Bist du dir beim Anpflanzen unsicher, eignet sich das meiste Wintergemüse auch für eine kühle Lagerung oder eine sofortige Weiterverarbeitung.

Tipps zur richten Lagerung findest du hier: Blog Lagerung

Möchtest du dein Gemüse lieber einlegen, dann helfen wir dir hier weiter:

Blog Gemüse einlegen.


Bildnachweis:

alle unsplash:

adolfo-felix, daniel-fazio, sheila-joy, sebastian-coman, isara-somboon, marisa-morton, natalia-fogarty, matilda-bellman, chiara-conti, monika-grabkowska


MHK Küchenspezialisten Küchenstudio


Weitere interessante Beiträge:

Noch keine Kommentare.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *