O wie Oregano

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(lat. Oreganum vulgare)


Dieses aromatische Gewürz darf wirklich auf keiner italienischen Pizza oder in einem Pastagericht fehlen. Nur wenigen ist bekannt, dass die Pflanze auch in unseren Breiten wild in der Natur, besonders auf mageren Böden vorkommt.

Oregano ist nah mit dem Majoran verwandt, wird auch „Dost“ genannt und ist ein mehrjähriges Heil- und Gewürzkraut. Man erkennt Oregano an seinem reich verzweigten Wurzelstock, der jedes Jahr neu austreibt. Seine vierkantigen aufrechten Stängel verholzen nach unten hin und sind bis zu 60 cm hoch. Die Blätter sind länglich, eiförmig und leicht behaart. Die rosarot-violetten Blüten stehen in kleinen Knäueln am Ende der Stängel – Bienen und Schmetterlinge werden magisch davon angezogen.


Oregano in der Küche

000_MHK_KraeuterABC_Oregano_shutterstock_1579649113_©Lunov-Mykola

Am aromatischsten ist der Oregano während oder kurz nach der Blütezeit, die von Juni bis August reicht. Dann enthält die Pflanze die meisten ätherischen Öle. Schneide ihn eine Handbreit über dem Boden ab. Wenn er frisch verwendet wird, schmeckt er sogar ein bisschen scharf, herb-würzig und leicht bitter. Getrocknet erinnert er ein wenig an Pfeffer und rundet jedes italienische Gericht perfekt ab. Oregano harmoniert dabei besonders mit anderen italienischen Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Basilikum, Knoblauch und auch Chili.


Die Heilwirkung des Oregano ist vielseitig

000_MHK_KraeuterABC_Oregano_shutterstock_694465780_©Madeleine-Steinbach

  • Er wird gerne als Tee verwendet und wirkt dabei antiseptisch. Oft hilft eine Tasse Oregano-Tee gegen Verdauungsstörungen, Gallenbeschwerden und regt den Appetit an. Weitere Eigenschaften sind krampf- und schleimlösend als auch schmerzstillend.
  • Du kannst daraus eine Tinktur ansetzen und als Hustentropfen oder gegen Menstruationsbeschwerden einsetzen.
  • Als Oregano-Öl ist er ein starkes natürliches Antibiotikum und kann bei einer Vielzahl gesundheitlicher Probleme angewandt werden. Denn das Öl wirkt antibakteriell, antiviral und fungizid. Es bekämpft also Bakterien, Viren und Pilze. Zusätzlich wirkt es durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und schmerzstillend.
  • In einem Kräuterkissen kann er sogar Traurigkeit und leichte Depressionen vertreiben.

Altes Kräuterwissen um den Oregano

Im Volksmund wurde Oregano „Unser Frauen Bettstroh, Frauendost, Berghopfen, Bergwohlverleih, Wohlgemut oder Lungendost“ genannt und jungen Müttern ins Bett gelegt, um sie vor Bösem zu schützen. Ähnlich war es bei jungen Bräuten. Auch hier galt der Oregano als Schutzkraut gegen bösen Zauber. Oft wurde er auch zum Färben benutzt, damit wurden Stoffe rot oder braun oder er kam beim Heilbierbrauen zum Einsatz.


Weißt du, wie man Oregano richtig ausspricht?

Laut Duden liegt die richtige Betonung auf dem „E“. Deshalb ist es schlicht falsch, das Wort auf dem „O“ oder gar dem „A“ zu betonen.


Bildnachweis:

shutterstock: ©Madeleine Steinbach, ©Lunov Mykola, ©husjur02, ©Artem Kontratiev


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