Weniger Plastik in der Küche

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10 Schritte in eine kunststofffreie Zukunft

Unsere Meere sind voll damit – ebenso unsere Supermärkte und schlussendlich auch unser Eigenheim. Dass Plastik Mutter Natur schadet, ist keine Neuheit – sie retten zu können, indem wir selbst mehr Acht geben, schon.

Wir unterstützen dich dabei und führen dich und deine Küche in eine plastikfreie Zukunft – mit zehn einfachen Schritten, die jeder umsetzen kann:


Schritt 1: Schwarzes Gold am Morgen

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Eine Tasse frischer Kaffee ist für viele ein heißgeliebtes Morgenritual. Verstehen wir auch – die schwarze Bohne schmeckt verführerisch. Aber muss ihr Geschmack tatsächlich aus einer Kapsel kommen? Maschinen mit praktisch portionierten Kapseln liegen im Trend, aber der dabei entstehende Müll ist enorm. Wie wäre es mit einem fast vergessenen ressourcenschonenderen Genuss wie dem Filterkaffe? Dieser ist nicht nur beinahe plastikfrei, sondern auch günstiger. Und bei den Filtern greifst du einfach zur Mehrwegalternative.

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Schritt 2: „Ein Sackerl dazu?“

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Wer an der Kasse zum Plastiksackerl greift erntet böse Blicke – und das ist auch gut so. Mittlerweile haben viele Supermärkte Gratisbeutel bereits abgeschafft, dennoch gibt es immer noch zu viele Sackerl. Ein schicker Stoffbeutel ist klein, praktisch und lässt sich wirklich in jeder Handtasche verstauen. So ist er selbst beim Spontaneinkauf griffbereit.

Hinweis: Papiersackerl sind außerdem nicht wirklich umweltfreundlicher, denn es kommt darauf an, wie oft diese verwendet werden. Wichtig ist es, den Mehrweggedanken fortzusetzen und Taschen auch tatsächlich oft zu verwenden.

Ab 2020 weht außerdem ein anderer Wind. Nach Italien und Frankreich ist Österreich nun das dritte Land Europas, das Plastiksackerl im nationalen Handel komplett verbietet. Unsere altbekannten Sackerl aus Obst- und Gemüseabteilung sind somit bald Geschichte. Ihre modernen Nachfolger müssen demnach aus nachwachsenden Rohstoffen herstellt werden und für die Eigenkompostierung geeignet sein. Insgesamt sollen so bis zu 7.000 Tonnen Plastikmüll eingespart werden.
Bei 300.000 Tonnen pro Jahr vermag das vielleicht nur ein kleiner Schritt zu sein, dafür geht dieser aber in die richtige Richtung.


Schritt 3: Gläserne Schönheit

Wer sich für weniger Plastik in der Küche entscheidet, verwendet am besten Aufbewahrungsbehälter aus Glas. Diese sind nicht nur viel schicker, lassen sich lässig platzieren und dekorieren deine Küche, sondern sind auch viel umweltfreundlicher. Einfach alte Senf-, Pesto-, Joghurt- oder Marmeladegläser auswaschen und wiederverwenden.


Schritt 4: Der Klassiker

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Nur wenige Länder genießen so klares und frisches Wasser direkt aus der Leitung wie wir. Wer in Österreich zur Plastikflasche greift ist wirklich selber schuld, denn unser Wasser kommt direkt aus den Alpen zu uns. Wer es gerne spritzig mag, sollte auf Trinkwassersprudler zurückgreifen. Außerdem gehört eine auffüllbare Flasche in jede Handtasche, so kommt es auch zu keinem Spontankauf.


Schritt 5: Frisch verpackt

Alufolie oder gar Frischhaltefolie sind der wahrgewordene Alptraum. Nur einmal verwendet produzieren sie Unmengen an Plastik in der Küche. Wie wäre es aber mit biologischen Alternativen aus Wachs? Diese Tücher sind abwaschbar, es gibt sie in unterschiedlichen Größen und sie können bei guter Pflege sogar mehrere Jahre lang halten. Für Plastikfolie gibt es also keine Ausreden mehr!


Schritt 6: Blitzeblank – ohne Chemie

Spülmittel, Klarspüler und Reiniger aller Art kommen in Plastikflaschen aus dem Supermarkt. Wer neben Plastik auch auf Chemie in seiner Küche verzichten will, greift am besten zu umweltfreundlichen Hausmitteln. Essig aus der Glasflasche reinigt ebenso gut wie viele chemisch hergestellten Mittel.


Schritt 7: Du und dein Holz

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Spülmaschinenfeste Schneidbretter aus Kunststoff sind hygienischer? Falsch! Das vermeintlich schlecht zu säubernde Holz bringt sogar sein eigenes antibakterielles Reinigungsmittel mit. Durch das Bearbeiten des Bretts mit Messerklingen werden stetig Gerbstoffe freigesetzt, wodurch Holzbretter hygienischer als Plastikbretter sind.


Schritt 8: Nackt einkaufen

Kauf dein Obst und Gemüse so wie Gott es schuf – ohne Plastik, ohne Tüten, ohne Netze. Früher galt plastikfreies Einkaufen als selbstverständlich, während sich heute in Supermärkten Verpackungen türmen. Suche nach alternativen Läden, in denen du Unverpacktes kaufen und in mitgebrachten Behältern abfüllen kannst.


Schritt 9: Müll ohne Beutel?

Auch das geht. Müllbeutel sind praktisch, da geben wir dir recht. Aber sie produzieren auch einen Großteil an Plastikmüll in unseren Küchen. Dabei sind diese teilweise sogar überflüssig. Wer sauber trennt, wird merken, dass er diese gar nicht braucht. Für Biomüll falten wir einfach Tüten aus Altpapier, Papiermüll findet seinen Platz ohne Sackerl im Eimer während Restmüll sich manchmal sogar mit ausgekleidetem Zeitungspapier zufriedengibt.


Schritt 10: Jetzt ist es doch passiert …

Nicht jedes Plastikteil muss sofort verteufelt werden. Ein sorgsamer Umgang ist das A und O – Plastik sollte mehrfach verwendet werden. Hast du also bereits Plastik in der Küche, dann versuche es, so oft wie möglich wieder in den Haushalt zu integrieren. Auch Küchengeräte bestehen oft aus Kunststoff. Hier empfehlen wir dir, Geräte am besten so lange wie möglich zu verwenden und lieber auf Qualität zu setzen als sofort einen Neukauf anzustreben.


Du willst dich noch mehr mit einer umweltfreundlichen Küche auseinandersetzen? Uns liegt dieses Thema sehr am Herzen – daher gibt es hier einen weiterführenden Artikel: Umweltfreundliche Küche.


MHK Küchenspezialisten Küchenstudio


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