Löwenzahn – die gelbe Vitaminbombe

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Der Löwenzahn löst bei den meisten ein Gefühl von Frühling, saftig grünen Wiesen und Idylle aus. Während vielen der traditionelle „Röhrlsalat“ ein Begriff ist, wissen oft nur echte Küchenprofis, dass nicht nur die Blätter als Salat vorzüglich schmecken, sondern die ganze Pflanze essbar ist. Und damit nicht genug: Der Löwenzahn ist eine wahre Vitaminbombe mit so manchem Geheimnis.

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Zahlreiche Nährstoffe und Vitamine wie C, B1, B2 und E zeichnen den Löwenzahn aus. Dieser hat aber noch eine andere Geheimwaffe.


Der Vitamin K-König unter den Pflanzen

Neben der Tatsache, dass unser Stargast äußerst gesund ist, ist der Löwenzahn die Pflanze mit dem höchsten Vitamin K Gehalt, die bisher in der Botanik bekannt ist. Diese Zutat spielt beim Zellwachstum sowie beim Knochenstoffwechsel und bei der Blutgerinnung eine wesentliche Rolle. Zusätzlich decken bereits 100 Gramm Löwenzahn mehr als die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin C.

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Außerdem hilft der gelbe Begleiter gegen Erkrankungen des Darms und der Nieren sowie bei Schwellungen, Hautproblemen oder bei Sodbrennen. Auch bei der Regulierung des Blutzuckers sowie der Senkung des Cholesterinspiegels ist der Löwenzahn eine natürliche Unterstützung.


Steckbrief pro 100 g:

  • Energie kcal: 29 kcal
  • Energie kJ: 123 kJ
  • Fett: 0,62 g
  • Kohlenhydrate: 2,43 g
  • Eiweiß: 3,13 g
  • Mineralstoffe: 1,55 g
  • Ballaststoffe: 3,02 g
  • Broteinheiten: 0,20 BE
  • Salz: 0,165 g

Gesunder Begleiter in der Küche

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Ab April können wir Löwenzahn auf fast allen Wiesen und Waldrändern pflücken, der dort nur darauf wartet, in unserer Küche seinen Platz zu finden.

Die typischen Blätter erinnern an Rucola und haben einen leicht bitteren Geschmack. Neben dem klassischen „Röhrlsalat“ mit Kartoffeln, Speck und Ei, können die Blätter auch wunderbar für einen Smoothie oder Tee verwendet werden.

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Die Wurzel ist grob gemahlen ein interessanter Kaffee-Ersatz, denn sie ist ein natürlicher Muntermacher und zusätzlich verdauungsfördernd, blutreinigend und harntreibend.

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Wer etwas Besonderes aus den Blüten herstellen möchte, kann damit Wein verfeinern: einfach die Blütenblätter abgezupft mit Wein übergießen, 24 Stunden warten und als appetitanregenden Aperitif genießen.

Info: Entweder frisch gepflückt oder im Geschäft gekauft kann der Löwenzahn sowohl roh, gedünstet oder gekocht verwertet werden.

Wer hätte das gedacht – eine Pflanze mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Sie wächst so nah und dennoch finden wir die gelbe Vitaminbombe selten auf unseren Tellern. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr gesunde Rezepte mit Löwenzahn?


Eine Vitaminbombe kehrt zurück

Er ist bekannt für seine dunkelgrünen, teils exotisch rot und violett gefärbten großen Blätter – der Mangold fällt auf, auch wenn seit einigen Jahren immer wieder vom Spinat verdrängt wurde. Zu Unrecht, denn mittlerweile kämpft er sich aufgrund seines herrlichen Aromas wieder zurück auf unsere Teller.


Eine wahrer Alleskönner

Sehen wir uns die grünen Blätter näher an, erkennen wir, dass Mangold eine wahre Vitaminbombe ist. Durch seinen hohen Anteil an Vitamin C reichen bereits 200 Gramm aus, um in etwa 80 % des täglichen Bedarfs zu decken. Somit boostet er dein Immunsystem und stärkt die Abwehrkräfte. Das Vitamin K sorgt für eine gesunde Knochenbildung und Blutgerinnung, während Vitamin A zu einer gestärkten Sehkraft beiträgt.

Auch wenn dein Gehirn einen kleinen Push braucht, wirkt Mangold wahre Wunder. Er gilt als der Fitmacher schlechthin, denn das in ihm enthaltene Magnesium, Kalzium und Natrium stärken unsere Konzentration. Und das Eisen kurbelt nicht nur unsere Gedanken an, sondern auch unsere Muskeln, denn es transportiert Sauerstoff im Blut und beliefert so die einzelnen Zellen mit Energie.

Hinweis: Mangold verträgt aber nicht jeder. Das liegt an der großen Menge Oxalsäure, die Menschen mit einem empfindlichen Magen, Gicht oder Nierenbeschwerden nicht gut bekommt. Wer trotzdem nicht auf den Geschmack verzichten will, sollte nur kleine Portionen essen und ein Glas Milch dazu trinken, da diese die Säure neutralisiert.


Herkunft und Sorten

Der Mangold ist ein Südländer und kommt ursprünglich aus der Region rund ums Mittelmeer. Mittlerweile gedeiht er aber auch in nördlicheren Breitengraden und fühlt sich in unseren heimischen Gärten wohl.

Geschmacklich erinnert das Gemüse an Spinat, hat jedoch eine etwas intensivere und herbere Note. Die Stile schmecken eher mild mit einem Aroma, das an Gemüse erinnert.

Es gibt zwei Hauptsorten des grünen Gartenstars: Schnitt- und Blattmangold sowie Stilmangold. Der erste hat schmale Stile und große, breite Blätter. Der zweite weist fleischige Stile, dafür aber kleinere Blätter auf.

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Tipp: „Augen auf bei der Auswahl – erblickst du in den Regalen rote Stile, darfst du schnell zugreifen, denn diese Sorte ist besonders in Frankreich und Italien begehrt. Der würzige Geschmack und das dekorative Aussehen machen den roten Mangold dort so beliebt.


Lagerung und Zubereitung

Im Supermarkt erkennst du frischen Mangold an seinen saftigen und frischen Blättern. Hat er bereits gelbe oder braune Stellen, ist er nicht mehr ganz frisch und sollte so schnell wie möglich verkocht werden.

Generell hält sich Mangold nur ein bis zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks, deshalb empfehlen wir dir, das grüne Gemüse am besten sofort zu verarbeiten.

Bei der Zubereitung musst du nicht viel beachten. Die Stile und Blätter bereitest du am besten getrennt zu, da beide eine unterschiedliche Garzeit haben. Nach dem Waschen schneidest du die Stile zuerst in kleine Stücke. Die Blätter kannst du im Ganzen verwenden oder in Streifen schneiden und etwa drei bis vier Minuten vor Garende zu den Stilen in den Topf oder die Pfanne geben.

Prinzipiell kann Mangold gleich wie Blattspinat verwendet werden. Eine klassische Art des Zubereitens ist das Dünsten, aber auch in Lasagnen, als Beilage zu Fisch und Fleisch oder roh in Salaten schmeckt er köstlich. Hier ist nun deine Kreativität gefragt.


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