Dörren und Trocknen – mit diesen Tricks klappt’s bestimmt

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Der Winter naht und nichts ist schlimmer, als sich vom frischen Gemüse, dem schmackhaften Obst und den aromatischen Kräutern zu verabschieden. Auch wenn die kalten Monate nicht viele Optionen für frische Zutaten bereithalten, gibt es so manche Tricks, um Lebensmittel haltbar zu machen.

Wir verraten hier unsere Tipps, damit Trockenfrüchte nicht nur konserviert werden, sondern sich auch geschmacklich von ihrer besten Seite zeigen.

Auf der sicheren Seite – mit einem Dörrapparat

Wer sich viel Arbeit ersparen will und lieber auf Küchenhelfer setzt, sollte sich ein Dörrgerät zulegen. Bei dieser Form können wir uns ganz auf die Technik verlassen, denn die ideale Temperatur sowie die entsprechende Zeit kann individuell eingestellt werden. Neben dem Geschmack bleiben zusätzlich auch noch die enthaltenen Vitamine von Obst und Gemüse erhalten. Wichtig ist nur darauf zu achten, dass du bei einer niedrigen Trockentemperatur dörrst, denn so werden Hitzeschäden bei getrockneten Früchten vermieden. Die richtige Temperatur ist also unumgänglich, damit Enzyme, Mineralien und wichtige Vitamine nicht zerstört werden.

Dörren im Backrohr

Solltest du keinen Dörrautomaten zuhause haben, kann Gemüse und Obst auch im Backrohr gedörrt werden. Einzige Schwierigkeit dabei ist aber die perfekte Temperatur zu erreichen. Diese sollte 60 Grad keinesfalls übersteigen, denn sonst werden die eben genannten Inhaltsstoffe zerstört. 40 bis 50 Grad sind zum Dörren perfekt. Viele neue Geräte haben mittlerweile eine digitale Einstellung, bei der die Hitze im Rohr exakt reguliert wird. Ist dies der Fall, kann beim Dörren kaum etwas schief gehen. Solltest du einen etwas älteren Backofen haben, welcher ungenau temperiert, kannst du die Hitze ab und an mit einem Thermometer kontrollieren.

Trocknen ohne Hilfsmittel

Wer besonders schonend Trocknen möchte, kann auch rein auf Mutter Natur zurückgreifen, wenn die Bedingungen dafür passen. Besonders Kräuter sollten sehr behutsam getrocknet werden, da diese sonst ihr einzigartiges Aroma verlieren könnten.

Unser Tipp:

Ernte deine Kräuter am besten bei Schönwetter. Sie sollten mindestens ein bis zwei Tage die Sonne genossen haben, bevor du sie weiterverarbeitest. An Regentagen oder spät abends haben Kräuter am wenigsten Aroma.

Nachdem du deine Blätter geerntet hast, solltest du sie nicht zu sehr mit Wasser belasten. Am besten den Staub vorsichtig abschütteln und Schmutz mit der Hand entfernen. Danach die Kräuter einfach bündeln und an einem warmen Platz aufhängen. Aber aufgepasst: die Temperatur darf nicht über 35 Grad liegen und zudem muss direktes Sonnenlicht vermieden werden, da die vielen ätherischen Öle sich sonst sprichwörtlich sofort in Luft auflösen. Nach etwa drei bis vier Tagen sind deine Kräuter fertig.

Welche Kräuter eignen sich besonders gut?

  • Rosmarin
  • Salbei
  • Oregano
  • Majoran
  • Estragon
  • Beifuss

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Tipps für die Zubereitung und Lagerung

Vor dem Trocknen gibt es einiges zu beachten. Frisches Gemüse und Kräuter sind bei der Auswahl besonders wichtig. Keinesfalls solltest du auf Tiefgefrorenes oder bereits ältere Lebensmittel zurückgreifen. Am besten also direkt aus dem Garten ernten oder am Bauernmarkt nach frischen Zutaten Ausschau halten. Hast du deine Köstlichkeiten gesammelt, müssen diese noch gut gereinigt werden. Die Erde bei Pilzen und anderen Gemüsesorten aus dem Garten gut entfernen, sowie kleine braune Flecken einfach wegschneiden.

Achte außerdem darauf, deine ausgewählten Lebensmittel eher klein zu schneiden, denn je größer diese sind, desto schwieriger wird das Trocknen. Zudem lassen sich kleinere Stücke auch leichter verpacken und lagern, was die Haltbarkeit verlängert, denn auch darauf solltest du aufpassen.

Beim Dörren und Trocknen lässt sich ein wenig Restfeuchtigkeit nicht vermeiden, daher müssen die Lebensmittel gut verschlossen werden, damit diese nicht frühzeitig verderben. Als Lagerort eignet sich die Küche nicht unbedingt, da es dort aufgrund des Kochens immer wieder feucht werden kann. An einem trockenen, dunklen sowie kühlen Ort bleibt das Dörrgut möglichst lange haltbar.

Als Gefäß eignen sich am besten Gläser mit einem Schraubverschluss, Keramikdosen oder Plastikbehälter. Weder Luft noch Feuchtigkeit darf eindringen. Zudem solltest du auf Materialien wie Aluminium oder Blech verzichten, denn diese werden einerseits von der Fruchtsäure der Lebensmittel angegriffen und geben andererseits schädliche Stoffe an Früchte und Gemüse ab.

Vorteile beim Dörren

Das Trocknen und Dörren ist sicherlich die schonendste Variante, Gemüse, Obst und  Kräuter möglichst lange haltbar zu machen. Zwar gehen manche Inhaltsstoffe wie beispielsweise Vitamin C größtenteils verloren, trotzdem aber überstehen die meisten wichtigen Mineralien und Vitamine den Dörrvorgang. Durch das Austrocknen wird auch der Geschmack viel intensiver. Viele Kräuter entwickeln beim Trocknen noch mehr Aromen, als wenn wir sie frisch verwenden würden.

Dörren und Trocknen hat also viele Vorteile und macht besonders Naschkatzen glücklich. Denn bei getrocknetem Obst kann gerne öfters und auch ohne schlechtes Gewissen zugegriffen werden.

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