Kräuter im Frühling – Frisch vom Garten oder Balkon

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Zu lange dauert dieser Winter schon! Und während wir die ersten Sonnenstrahlen auf unseren Wangen genießen freut sich unsere Nase schon auf herrlich duftende Kräuter direkt aus dem Garten. Du brauchst dafür kein großes Grundstück, sondern nur diese einfachen Tipps.

MHK Kräutergarten

Woher kommen deine Schützlinge?

Wenn du deine Kräuter nicht direkt aus dem Samen ziehen willst, kannst du Pflanzen ganz einfach im Topf kaufen und anschließend umsetzen. Der Vorteil: du kannst direkt loslegen. Der Nachteil: manchmal sind die Pflanzen aus dem Supermarkt aufgrund der langen Transportwege sehr anfällig oder wurden zu schnell in zu kleinen Töpfen großgezogen. Wir empfehlen daher einen Besuch in einem guten Gartencenter oder einer Gärtnerei.


Kräuter pflanzen – der Zeitpunkt

Auch wenn der Frühling schon an die Tür klopft – bei der Wahl des besten Termins solltest du verspäteten Bodenfrost nicht unterschätzen, auch wenn die meisten Pflanzen winterhart sind. Setze deine gezogenen oder gekauften Schützlinge daher frühestens ab Ende April oder Anfang Mai in dein Beet oder deine Töpfe. Sollte ein Kälteeinbruch bevorstehen, musst du deine empfindlichen Pflänzchen unbedingt über Nacht mit Vlies abdecken.


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Die richtige Basis

Ein Substrat für alle Kräuter gibt es nicht. Jede Pflanze hat ihre eigenen Wünsche. Bewohner aus der mediterranen Gegend lieben sandiges und trockenes Erdreich, während Estragon beispielsweise nichts gegen frische und feuchte Erde hat. Aber ganz so kompliziert muss es nicht sein – als Faustregelt gilt: Je magerer der Boden, desto intensiver das Aroma.

Somit ist handelsübliche Blumenerde mit Dünger unbrauchbar. Nach folgenden Substraten kannst du im Supermarkt Ausschau halten, um möglichst neutrale Erde für deine Kräuter zu kaufen:

  • Bio-Kräutererde aus dem Fachhandel
  • Mix aus Sand, Kompost und Lehm (zu gleichen Teilen)
  • Fürs Beet durchlässige Gartenerde mit normalem Nährstoffgehalt
  • Eventuell angereichert mit Sand, Kompost, Hornspänen oder Kalkschotter

Wichtig: Mineralisch-chemische Zusätze haben in unserer Erde nichts zu suchen!


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Kräuter pflanzen – der Standort

Das Schöne an dieser Arbeit: Platz für Kräuter gibt es eigentlich überall. Mit Blumenkästen, Töpfen oder Hängeampeln verwandelst du jeden noch so kleinen Balkon in ein grünes und vor allem schmackhaftes Paradies.

Aber aufgepasst! Nicht alle Pflänzchen sind beste Freunde. Jedes Kraut hat seine Eigenheiten, daher solltest du sie nicht willkürlich nebeneinander setzen.

Hier ein kleiner Überblick, wer sich über Gesellschaft freut und wer lieber alleine bleibt.

Absolute Einzelgänger sind:

  • Liebstöckl und Estragon: Sie nehmen anderen Licht und Platz weg, da sie sich sehr breit machen.

Diese Kombinationen versprechen kein Kräuter-Glück:

  • Basilikum und Melisse
  • Kamille und Pfefferminze
  • Koriander und Fenchel
  • Dill und Estragon

Diese hingegen vertragen sich in einem Topf wunderbar:

  • Thymian, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Zitronenmelisse und Estragon
  • Dill, Majoran, Petersilie, Kresse und Kerbel

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Die Pflege deines Kräutergartens

Sind all deine Pflanzen gesetzt, darf sich niemals Staunässe am Topfboden bilden. Achte daher auf Löcher im Boden, damit Wasser gut abrinnen kann. Auch über das Entfernen von vertrockneten und toten Blättern und Stielen freut sich die gesunde Pflanze sehr.

Einmal zu sonnig, einmal zu feucht – die richtige Kombination macht es aus. Achte bei hellen und warmen Standorten darauf, dass deine Schützlinge nicht austrocknen. Gefäße aus Terrakotta oder Ton halten Kräuter beispielsweise eher feucht als Plastik. Auch eine dünne Sandschicht am Boden des Topfs und Rindenmulch auf der Erde halten feucht und verhindern eine zu trockene Umgebung.

Geheimtipp: Wer früh morgens erntet, wird mit einem hohen Gehalt an ätherischen Aromastoffen belohnt. Zu diesem Zeitpunkt ist das Kraut am frischesten.

Wir können den Duft unserer frischen Kräuter aus dem Garten oder vom Balkon schon gar nicht mehr erwarten!


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Bildnachweis: Shutterstock ©martiapunts; Shutterstock ©Franz Peter Rudolf

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