Steckdosen in der Küche – Wie viele sind wirklich nötig?

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Will man in der Küche gleichzeitig einige Geräte betreiben, die oft auch durch die hohe Wattleistung einen höheren Stromverbrauch zur Folge haben, muss man grundlegende Tipps beachten. Ansonsten kann es zu Überlastungen kommen und die Sicherungen fallen. Damit dir das nicht passiert, ist gute Planung bei der Steckdosenverteilung ein Muss. Wir verraten dir die wichtigsten Tipps. Eines gleich mal vorweg: Du wirst überrascht sein, wie viele Steckdosen wirklich nötig sind!


Plane verschiedene Stromkreise schon beim Bau

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Viele Geräte sollten nicht gleichzeitig über denselben Stromkreis betrieben werden. Zwar sind Mehrfachstecker oft eine gute und schnelle Lösung, in der Küche solltest du aber schon beim Bauen genau planen, welche Geräte an einem Stromkreis hängen. Schließlich erhöht sich auch die Brandgefahr, wenn gleichzeitig zu viele Geräte betrieben werden. Elektrogeräte über 2000 Watt wie Backofen, Geschirrspüler oder manche Mikrowellen brauchen einen eigenen Stromkreis. Dein E-Herd mit Cerankochfeld wird sowieso über einen eigenen Starkstromanschluss betrieben – so auch mancher Einbaudampfgarer. Eine Liste deiner Küchengeräte ist also zwingend notwendig, wenn du realistisch planen möchtest. Lichtschalterpositionen ergeben sich beinah von selbst – eine Platzierung neben der Eingangstür in die Küche ist ratsam. Für die extra Arbeitsflächenbeleuchtung empfehlen wir dir einen extra Schalter in der Nähe der Arbeitsplatte.

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 Mehr ist in diesem Fall auch besser 

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In der Praxis ist es immer ratsam, mehr Steckdosen zur Verfügung zu haben als deine erstellte Liste an Geräten es vermuten lässt. Damit diese Steckdosen jedoch nicht den gesamten freien Raum einnehmen, könntest du sie in einer optisch ansprechenden Steckdosenleiste zusammenfassen.

Tipp: Wichtig ist, dass kein Wasser in deine Steckdosen eindringen kann, daher platziere keinesfalls Steckdosen in der Nähe der Spüle. Lässt es sich aber nicht vermeiden, so verwende an dieser Stelle unbedingt spritzwassergeschützte Modelle mit Sicherheitsklappe.

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Nun aber zur benötigten Anzahl an Steckdosen, wünscht man eine Mindestausstattung. Das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung hat dies untersucht und kommt auf die stattliche Anzahl von mindestens 17 Steckdosen – für eine komfortable Ausstattung solltest du sogar bis zu 28 Steckdosen einplanen!

Wahrscheinlich fragst du nun ganz erstaunt, wo die ganzen Steckdosen denn hinsollen, aber bedenke, dass viele gar nicht sichtbar sind, da sie hinter Schränken verschwinden und beispielsweise für den Dunstabzug oder den Kühlschrank vorgesehen sind. Klarer wird die hohe Anzahl, wenn man diese etwas aufschlüsselt:

  • 6 bis 8 Steckdosen für Elektrogeräte mit eigenem Anschluss wie Mikrowelle, Backofen, Geschirrspüler aber auch Waschmaschine oder Trockner, auch wenn sie nicht bei jedem in der Küche zu finden sind.
  • 8 bis 15 Steckdosen für deine allgemeinen Elektrogeräte wie Kühlschrank, Dunstabzug, Kaffeemaschine oder Küchenmaschine.
  • Bis zu 5 Steckdosen für Kommunikationsgeräte wie Radio, Telefon oder Ladegeräte.

Wieviele du im Alltag wirklich brauchst, hängt stark von deinen Gewohnheiten und deinen täglich benutzen Elektrogeräten ab, ob du alleine wohnst oder eine Familie bekochst. Im Zweifelsfall mach dir die besagte Liste und plane einfach zwei bis drei Steckdosen mehr ein. Im Nachhinein lässt sich nämlich an deinem Steckdosenangebot nur mehr mit handwerklichem Einsatz etwas ändern.

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Will man Steckdosen in der Küche verstecken und trotzdem bei Bedarf schnell zur Verfügung haben, so haben sich auch in der Arbeitsplatte versenkbare Modelle bewährt. Diese verschwinden mittlerweile per Knopfdruck wieder in der Versenkung oder bleiben unsichtbar, da in Unterschränke eingebaut.


Bildnachweis:

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