Saugroboter – darauf musst du achten

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Eine immer wiederkehrende Arbeit in der Wohnung ist das regelmäßige Staubsaugen. Egal, ob du ein Haustier hast, deine Familie aus mehreren Mitgliedern besteht oder du eine Single-Wohnung dein Heim nennst, Staub, Haare und Krümel kommen überall vor. Diesen Schmutz zu beseitigen, kann zur lästigen und vor allem zeitraubenden Arbeit werden. Wäre da ein wenig Unterstützung von einem Saugroboter nicht willkommen?


Was kann ein Saugroboter?

Moderne Saugroboter sind konzipiert, selbsttätig nach voreingestellten Programmen und zu festgelegten Zeiten deine Böden zu reinigen. Mittlerweile gibt es Modelle, die von allein erkennen, wo sie bereits reinigend tätig waren und wo noch gesaugt werden muss. Nach getaner Tätigkeit oder wenn die Akkuladung zu Ende geht, kehrt er wieder an seine Ladestation zurück, lädt wieder voll und das Spiel beginnt von vorne.


Wie funktioniert die Technik eines Saugroboters?

Hier gibt es die unterschiedlichsten Steuerungssysteme der verschiedensten Hersteller. Manche Saugroboter – meist jene im unteren Preissegment – arbeiten nach Zufallsprinzip, wobei der Roboter die Richtung wechselt, sobald er an ein Hindernis stößt. Andere haben Kameras, mit denen sie sich im Raum orientieren, es gibt aber auch Ultraschallsensoren, Infrarottechnik oder Laser-Radar-Technologie. Die neuesten Generationen sind smarte per App steuerbare Geräte, sie sind lernfähig und kennen die Räume, die sie reinigen. Je systematischer ein Saugroboter vorgeht, desto wirtschaftlicher, gründlicher und zeitsparender arbeitet er. Bei vielen Modellen besteht die Möglichkeit, sie in ein Smarthome-Sprachsystem wie Amazons Alexa oder den Google Assistant einzubinden.


Wie gründlich ist ein Saugroboter?

Da es so viele verschiedene Modelle in den unterschiedlichsten Preisklassen gibt, kann man das auf keinen Fall pauschal beantworten. Ein Vergleich von Stiftung Warentest kam zum Ergebnis, dass selbst die besten Modelle mit den guten alten händischen Staubsaugern nicht mithalten können.

Besonders bei Teppichen stoßen Saugroboter schnell an ihre Grenzen und nehmen nur bis zu 30 % des Staubs aus einem Teppich auf, während dein gewohnter klassischer Staubsauger bis zu 85 % schafft.

Auf glatten Böden wie Fliesen oder Parkett schaut es da schon etwas besser aus. Zwar erreicht ein Roboter auch hier nicht die Ergebnisse des herkömmlichen Staubsaugers, aber man kann mit der Reinigungsleistung durchaus zufrieden sein. Ist deine Wohnung jedoch sehr verwinkelt, kann sich das wieder negativ auf die Saugleistung auswirken – da tut sich der Roboter einfach schwerer.

Tipp: Bevor man sich entscheidet, bieten viele Händler an, sich den Roboter für einige Tage auszuleihen, um ihn auf Herz und Nieren zu testen.


Kosten und Qualität eines Saugroboters

Will man ein leistungsstarkes Modell, gibt es diese erst ab 500 Euro, günstigere Einsteigermodelle erhält man bereits um rund 200 Euro. Jedoch ist zu beachten, dass halt oft das Preis-Leistungs-Verhältnis bei den günstigeren Geräten zu wünschen übrig lässt.

Wer also auf bekannte Namen und Marken setzt und auch ein wenig mehr Geld ausgibt, sollte von der zu erwartenden Qualität und der Saugleistung nicht enttäuscht werden, da diese Modelle zuverlässig, ausgereift und robust sind. Hat man jedoch niedrige Schränke oder Betten, muss man beim Kauf auch die Bauhöhe berücksichtigen. Achte aber auch darauf, ob das Modell deiner Wahl seitliche Fächerbürsten hat, denn die helfen, Staub und Schmutz auch aus schwer erreichbaren Zimmerecken zu holen und vor den Roboter zu wedeln, damit dieser sie einsaugen kann.

Tipp: Bist du allergisch auf Hausstaub und Milben so achte darauf, dass dein Staubsaugroboter mit einer HEPA Filtertechnik ausgerüstet ist. Allerdings gibt es nur wenige hochpreisige Modelle auf dem Markt.


Wie schwierig ist die Bedienung eines Saugroboters?

Keine Angst, es ist denkbar einfach: Du steckst die Ladestation an eine Steckdose, führst den Roboter an die Kontakte und lädst erst einmal für ein paar Stunden – am besten über Nacht – die Akkus des Saugroboters. Danach startest du per Knopfdruck den ersten Reinigungsvorgang. Easy, oder?


Kann ein Saugroboter deinen Staubsauger gänzlich ersetzen?

Hier müssen wir klar sagen: wohl kaum. Denn die bewiesen schwächere Saugleistung auf Teppichböden und die Schwierigkeiten der Modelle in verwinkelten Räumen, in Wohnungen auf mehreren Ebenen oder mit Treppenstufen lassen uns nicht auf den herkömmlichen Staubsauger verzichten. Auch Kabel, Vorhänge, die bis an den Boden reichen oder herumliegendes Spielzeug sind nicht gerade roboterfreundlich. Also ist vorheriges Aufräumen angesagt. Das wiederum bedeutet keine Zeitersparnis, sondern ist eher lästig.

Eine gute Ergänzung und Hilfestellung bei deiner Reinigungsroutine – besonders wenn deine Wohnung großteils glatte Böden hat – ist ein Saugroboter allemal, sodass du weniger oft selbst zum Staubsauger greifen musst. Wenn Kinder und Tierhaare ein oftmaliges Saugen nötig machen, ist er eine echte Hilfe gegen den lästigen Alltagsschmutz.


Darf‘s ein bisschen mehr sein?

Können manche Roboter mehr als saugen? Ja! Mittlerweile haben einige Hersteller Modelle entwickelt, die die Funktionen des Saugens und Wischens kombinieren. Allerdings besitzen diese Modelle oft nur kleine Wassertanks und sind nur für Flächen bis zu 50 m2 geeignet. Für empfindliche Holzböden, die nur geringe Wassermengen beim Wischen vertragen, mag das durchaus geeignet sein. Aber hier ist es wie meistens das persönliche Empfinden, ob man diese Reinigung als hygienisch und ausreichend erachtet.

Am besten lässt du dich vor dem Kauf ausführlich vom Fachmann beraten oder leihst dir zum Test für einige Tage einen Saugroboter aus. Hast du schon Erfahrung mit einem Saugroboter? Würdest du eine Anschaffung empfehlen?


Bildnachweis:

shutterstock: ©LightField Studios, ©Nor Ga, ©ApoGapo


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