Gerüchteküche

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10 Mythen rund ums Essen – wir klären auf!

Von Mythen und Sagen ist der Mensch seit jeher fasziniert – nicht überraschend, dass auch unzählige Mythen rund ums Essen kursieren. Schenken wir ihnen Glauben, sind Karotten wahre Augenheiler und Spinat eisenhaltiger als ein Hufeisen. Doch was steckt wirklich hinter den gängigsten Mythen auf unseren Speisekarten?


Mythos Nr. 1: Tomaten gehören in den Kühlschrank!

Völlig falsch! Tomaten sind echte Südländer und haben im Kühlschrank nichts verloren. Während ihres Nachreifeprozesses entwickeln die roten Früchte nämlich nicht nur ihre charakteristische Farbe, sondern auch das intensive Aroma, das wir so an ihnen lieben. Wer seine Tomaten also gerne in italienischer Manier genießen will, schenkt ihnen ein sonniges Plätzen in der Küche und ein bisschen Zeit zum Reifen.


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Mythos Nr. 2: Honig rettet trockene und spröde Lippen!

Absolut richtig! Honig gilt seit vielen Jahren als wahres Wundermittel gegen Trockenheit. Das flüssige Gold ist voller Vitamine und wirkt sogar entzündungshemmend. So ist Honig gerade in der kalten Jahreszeit ein natürlicher Retter in der Not, wenn es um spröde Lippen geht.

Für eine SOS-Behandlung vorher die Lippen sanft mit einer Zahnbürste abreiben, danach Honig auftragen und mehrere Minuten einwirken lassen. Aber aufgepasst – auch wenn es verlockend klingt, sollten sie Lippen danach nicht abgeleckt werden.


Mythos Nr. 3: Karotten beeinflussen unsere Sehstärke!

Diesen Mythos kennt wirklich jeder – wer wurde nicht in dem Glauben gelassen, das orange Gemüse schärfe unsere Augen. Tatsächlich beruht diese Geschichte aber auf einer wahren Begebenheit – bloß, dass sie damals frei erfunden wurde. Im Zweiten Weltkrieg setzten Engländer nämlich diesen Mythos ein, um den Gegner glaubhaft zu machen, dass Karotten der Grund seien, warum ihre Piloten so treffsicher sind, und nicht ihr neues Radarsystem.

Seitdem kursiert dieser Mythos in unseren Köpfen. Und ganz falsch ist er nicht. Karotten enthalten sehr viel Betacarotin, welches im Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Leidet man an einem Mangel, kann Nachtblindheit oder gar völlige Blindheit auftreten. Durch eine Mega-Dosis Vitamin A können wir jedoch nicht „schärfer“ sehen. Schade eigentlich.


Mythos Nr. 4: In Milch baden macht schön!

Kleopatra wusste es – ein Milchbad lässt die Haut strahlen. Und sie hatte recht. Milch spendet wertvolle Pflegestoffe, die unser größtes Organ streichelweich machen. Die viele Feuchtigkeit hinterlässt einen reflektierenden Schimmer, wodurch die Haut zu strahlen scheint.


Mythos Nr. 5: Ein Verdauungsschnaps hat noch nie geschadet!

Auch wenn der Volksmund an diesem Mythos festhält, so stimmt er leider nicht. Wir wünschen uns zwar, dass er die Verdauung nach einem üppigen Essen ankurbelt, Alkohol löst jedoch genau das Gegenteil aus und hemmt sogar die Fettverbrennung. Das Essen liegt also noch länger und schwerer im Magen. Wirkungsvollere Alternativen hingegen sind Tee, Wasser oder eine Tasse Kaffee.


Mythos Nr. 6: Cola beruhigt Magen und Darm!

Das stimmt! Die Kohlensäure in diesem Getränk fängt überschüssige Magensäure auf und lindert unangenehme Bauchbeschwerden. In Verbindung mit Salzstangen hilft das alte Hausmittel auch gegen leichte Magen-Darm-Infektionen, da Flüssigkeit- und Mineralstoffdepots wieder aufgefüllt werden.


 Mythos Nr. 7: Spinat steckt voller Eisen!

Popeye predigt es seit unserer Kindheit – in keinem Lebensmittel steckt so viel Eisen wie in Spinat. Doch dieser Mythos ist falsch und liegt einem Druckfehler zugrunde. In alten Nährwerttabellen wurde eine Kommastelle versehentlich falsch abgeschrieben und dem Spinat somit viel mehr Eisen zugeschrieben.

Erbsen und weiße Bohnen haben beispielsweise weitaus größere Anteile des Spurenelements.


Mythos Nr. 8: Milch von glücklichen Kühen ist gesünder!

Ein Mythos, dem wir gerne Glauben schenken – und auch dürfen! Denn er ist wahr. Studien zufolge enthält Biomilch von Weidekühen mehr gesunde Fettsäuren, Betacarotin und Vitamin E als die Milch von ihren Kolleginnen im Stall.


Mythos Nr. 9: Wer aufs Frühstück verzichtet, bleibt schlank.

Leider falsch! Dieser Mythos bewirkt sogar das Gegenteil. Wer ausgewogen frühstückt, nimmt sogar ab. Verzichtest du hingegen auf die erste Mahlzeit des Tages, verlangsamt sich der Stoffwechsel, der Körper geht auf Sparflamme und bunkert spätere Mahlzeiten ein.


Mythos Nr. 10: Wer spätabends isst, nimmer eher zu!

Diese Aussage ist zum Glück auch falsch! Es ist zwar richtig, dass wir unserem Körper kurz vor dem Schlafengehen keine üppigen Speisen zumuten sollen, Grund für eine Gewichtszunahme ist dies aber nicht. Diese hängt von der Portionsgröße und der Reichhaltigkeit ab, nicht von der Uhrzeit der Mahlzeit.


shutterstock: @Jacob Lund , @Archi_Viz 


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